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Der Mathematiker Tristan Buckmaster wirft OpenAI vor, sich im Zusammenhang mit den Navier-Stokes-Gleichungen unfair verhalten zu haben. Die Gleichungen gehören zu den Clay-Millennium-Problemen, für deren Lösung eine Million Dollar ausgelobt sind. Buckmaster arbeitete mit seinem Koautor Levent Alpöge ein Jahr lang mit KI-Unterstützung an einem Beweis. OpenAI behauptet, ein eigenes Modell habe das Problem ebenfalls gelöst. OpenAI bestreitet die Vorwürfe und gibt an, das Modell habe die Arbeit von Buckmaster und Alpöge nicht eingesehen. Die Quellen berichten weitgehend übereinstimmend, unterscheiden sich aber in Details. Buckmaster kündigte am Dienstag drei Beweise an, darunter eine vorläufige Erkenntnis zum Navier-Stokes-Problem. Er nutzte die KI-Modelle Codex und Claude. OpenAI-Forschungsleiter Sebastian Bubeck nannte die Vorwürfe „falsch und aufhetzend“. OpenAI erkennt die Priorität der Arbeit von Alpöge und Buckmaster an, weist aber darauf hin, dass sich die Lösungen grundlegend unterscheiden. OpenAI erhebt keinen Anspruch auf das Preisgeld. Die KI setzte nach Unternehmensangaben bis zu 10.000 gleichzeitige Agenten ein und fand in 88 Stunden eine Lösung. Buckmaster betont, er beschuldige niemanden, sondern lege nur offen, was ihm mitgeteilt wurde. OpenAI räumte ein, nicht ausschließen zu können, dass Nutzerdaten die Modelle verbessert hätten. Die Formalisierung des Beweises im Assistenten „Lean“ dauerte weitere 17 Stunden. Die Kosten der Rechenarbeit lagen laut OpenAI bei mehreren Millionen Dollar. Eine unabhängige Verifikation des Beweises durch die Mathematik-Community steht noch aus. Der Beweis legt nahe, dass die Gleichungen zur Flüssigkeitsbewegung unter bestimmten Bedingungen versagen. OpenAI veröffentlichte eine Erklärung des Beweises und eine Formalisierung im Beweisassistenten „Lean“. Die KI analysierte einen meist ignorierten Term, der den Gleichungen ein „Aufplatzen“ erlaubt. Laut OpenAI gelang die Lösung mit einem internen, leistungsfähigeren System als dem GPT-6-Astra-Modell.