Im Quellenvergleich
Worin die Quellen übereinstimmen
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump unterstützt im Urheberrechtsstreit zwischen der New York Times und OpenAI das KI-Unternehmen. In einer Interessenerklärung argumentiert sie, das Training von KI-Modellen mit geschützten Inhalten stelle keine Urheberrechtsverletzung dar. Die Regierung trennt zwischen dem Kopieren fürs Training und der Modell-Ausgabe. Der Rechtsstreit läuft seit Ende 2023; die New York Times wirft OpenAI und Microsoft vor, Millionen Artikel ohne Erlaubnis zum Training von GPT-Modellen genutzt zu haben. Die Quellen berichten weitgehend übereinstimmend. Die Regierung begründet ihre Einmischung mit dem nationalen Interesse, die globale Führungsrolle der USA in der KI-Branche zu behalten. Die New York Times wirft OpenAI vor, ihre Arbeit „gestohlen“ zu haben, und fordert eine faire Bezahlung. Die Regierung sieht das Training als transformativ an und argumentiert, eine Lizenzpflicht könnten sich nur große Tech-Konzerne leisten. Die Stellungnahme wurde am 1. September beim Bundesgericht in New York eingereicht und betrifft nur das Training, nicht möglicherweise rechtswidrige KI-Ausgaben.
Aktualisierungen
02.09.2026
19:08Die Regierung begründet ihre Einmischung mit dem nationalen Interesse, die globale Führungsrolle der USA in der KI-Branche zu behalten.
Die New York Times wirft OpenAI vor, ihre Arbeit „gestohlen“ zu haben, und fordert eine faire Bezahlung.
21:07Die Regierung sieht das Training von KI-Modellen als transformativ an.
Die Regierung argumentiert, eine Lizenzpflicht für KI-Training könnten sich nur große Tech-Konzerne leisten.
03.09.2026
12:07Die Stellungnahme wurde am 1. September beim Bundesgericht in New York eingereicht.
Die Stellungnahme betrifft nur das Training, nicht möglicherweise rechtswidrige KI-Ausgaben.
Worin sie sich unterscheidenBegründung der Regierung für ihre Einmischung·Weitere Argumente der Regierung·Bezug auf das US-Copyright-Büro+5 weitere
Begründung der Regierung für ihre Einmischung- Die Regierung argumentiert, ein Rückstand bei der KI-Entwicklung nütze ausländischen Gegnern, da KI für Geheimdienstanalysen und Waffensysteme wichtig sei.1
- Die Regierung betont, die USA müssten bei KI weltweit führend bleiben, und eine falsche Auslegung des Urheberrechts dürfe das Land nicht benachteiligen.2
- Die Regierung argumentiert, eine gegenteilige Entscheidung könnte Wettbewerb, Innovation und nationale Sicherheit schädigen.3
Weitere Argumente der RegierungDie Regierung sieht das Training als „außergewöhnlich“ oder „in spektakulärer Weise“ transformativ an.- Die Regierung argumentiert, eine Haftung fürs KI-Training würde Kreativität hemmen, die das Urheberrecht fördern soll.4
- Die Regierung argumentiert, KI stelle Waffengleichheit her und ermächtige unabhängige Autoren.1
- Die Regierung argumentiert, die Trainingsnutzung mache Inhalte nicht öffentlich.1
Bezug auf das US-Copyright-Büro- Die Position der Regierung widerspricht einem Bericht des US-Copyright-Büros, das pauschales Fair Use abgelehnt hatte.4
- Die damalige Leiterin des Copyright-Büros, Shira Perlmutter, wurde kurz nach dem Bericht von der Trump-Regierung entlassen; laut dem Demokraten Joe Morelle geschah das, weil sie sich weigerte, KI-Training zu legitimieren, wie es Trump-Vertrauter Elon Musk wünsche.4
- Perlmutter klagt gegen ihre Entlassung.4
Kontext früherer Gerichtsentscheidungen- In ähnlichen Fällen gab es unterschiedliche Urteile: Meta gewann, Anthropic musste 1,5 Milliarden Dollar zahlen.5
- Richter William Alsup verurteilte Anthropic zu einer Zahlung von 1,5 Milliarden Dollar an Autoren – allerdings nicht wegen des KI-Trainings selbst, sondern wegen der Nutzung illegaler Schattenbibliotheken.6
- Ein Richter entschied 2025, dass Anthropics Training mit Büchern faire Nutzung sei; Anthropic zahlte aber mindestens 1,5 Milliarden Dollar, weil es Bücher aus Piratenbibliotheken beschafft hatte.3
- Ein anderes Gericht lehnte die Fair-use-Verteidigung von Ross Intelligence ab.3
- Neue Klagen, etwa von Sony und Warner Music gegen Anthropic, laufen weiter.5
Einordnung des Schriftsatzes- Es ist die erste Einmischung der Regierung in ein KI-Urheberrechtsverfahren.1
- Der Brief ist kein Urteil, da das Verfahren vor einem Bundesgericht in New York verhandelt wird; er könnte aber Einfluss haben.6
- Ein Anwalt erklärt, der zuständige Richter sei nicht an die Stellungnahme gebunden, werde sie aber ernst nehmen.5
- Solche Stellungnahmen haben beratenden Charakter, könnten die Tech-Firmen aber stärken.2
Forderungen der New York Times- Die New York Times fordert Schäden in Milliardenhöhe und die Vernichtung der Modelle.4
- Die New York Times wirft OpenAI vor, Beweise konstruiert zu haben.1
- Die New York Times argumentiert, die Modelle könnten Teile von Artikeln reproduzieren, auch hinter der Bezahlschranke.3
Reaktionen auf das Schreiben der Regierung- Die Authors Guild zeigt sich „extrem enttäuscht“ von dem Schreiben.5
- Andere Zeitungen schlossen sich der 2023 eingereichten Klage an.2
Vorwürfe gegen OpenAI im Verfahren- OpenAI wirft der Times vor, Beweise konstruiert zu haben.1
- Später beantragten die Verlage Sanktionen, weil OpenAI Beweise zurückgehalten und Protokolle gelöscht haben soll.1
Früher genannt, aktuell nicht mehr getragen (1)
Vorwürfe im Zusammenhang mit Beweisen- OpenAI wirft der Times vor, Beweise konstruiert zu haben.1
- Die Verlage beantragten Sanktionen, weil OpenAI Beweise zurückgehalten und Protokolle gelöscht haben soll.1
— von den aktuellen Quellen nicht mehr getragen (zuerst 02.09.2026)