Im Quellenvergleich
Worin die Quellen übereinstimmen
Laut einer Studie von BloombergNEF wird der Stromverbrauch von US-Rechenzentren bis 2035 massiv steigen. Aktuell verbrauchen sie 5,9 Prozent des Landesstroms. Bis 2035 soll dieser Anteil auf 20 Prozent anwachsen, was einer Vervierfachung des heutigen Verbrauchs entspricht. Grund ist die wachsende Nachfrage nach Rechenkapazitäten für Künstliche Intelligenz. Die Prognose für 2035 liegt 83 Prozent höher als die Schätzung vom Dezember 2025.
Worin sie sich unterscheidenPrognose für den Stromverbrauch in Gigawatt·Anteil am Stromverbrauch bis 2030·Auswirkungen auf das Stromnetz und regulatorische Maßnahmen+2 weitere
Prognose für den Stromverbrauch in Gigawatt- Die Rechenzentrumskapazität soll auf knapp 200 Gigawatt steigen.1
- Die Forscher beziffern den Verbrauch für 2035 auf 194 Gigawatt.2
Anteil am Stromverbrauch bis 2030- Bis 2030 soll der Anteil auf 12 Prozent anwachsen.2
Auswirkungen auf das Stromnetz und regulatorische Maßnahmen- Die meisten neuen Rechenzentren sollen an bereits überlastete Stromnetze gehen. Im Netz PJM (von Virginia bis Illinois) werden 34 Prozent des Stroms an Rechenzentren gehen, in ERCOT (Texas) 22 Prozent. PJM hatte vier Jahre lang keine neuen Anschlüsse genehmigt, was die Lage verschärfte. Die Strompreise stiegen dort binnen eines Jahres um 76 Prozent.1
- Das Stromnetz habe bereits heute Schwierigkeiten mitzuhalten. Einige Behörden verlangen einen Nachweis für die Stromversorgung oder eine eigene Stromerzeugung. Der Bundesstaat New York erlaubt für ein Jahr keine neuen großen Rechenzentren.2
Engpass bei der Netzanschlusskapazität- Laut der Studie können maximal 7,1 Gigawatt zusätzliche Kapazität pro Jahr ans Netz gehen, sodass bis 2035 ein Engpass von 19 Gigawatt droht.2
Globale Perspektive- Weltweit könnten Rechenzentren bis 2033 einen neuen Strombedarf von 1.935 Terawattstunden erzeugen – fast so viel wie Indien jährlich verbraucht.1