Im Quellenvergleich
Worin die Quellen übereinstimmen
Der Mathematiker Tristan Buckmaster wirft OpenAI vor, sich im Zusammenhang mit den Navier-Stokes-Gleichungen unfair verhalten zu haben. Die Gleichungen gehören zu den Clay-Millennium-Problemen, für deren Lösung eine Million Dollar ausgelobt sind. Buckmaster arbeitete mit seinem Koautor Levent Alpöge ein Jahr lang mit KI-Unterstützung an einem Beweis. OpenAI behauptet, ein eigenes Modell habe das Problem ebenfalls gelöst. OpenAI bestreitet die Vorwürfe und gibt an, das Modell habe die Arbeit von Buckmaster und Alpöge nicht eingesehen. Die Quellen berichten weitgehend übereinstimmend, unterscheiden sich aber in Details. Buckmaster kündigte am Dienstag drei Beweise an, darunter eine vorläufige Erkenntnis zum Navier-Stokes-Problem. Er nutzte die KI-Modelle Codex und Claude. OpenAI-Forschungsleiter Sebastian Bubeck nannte die Vorwürfe „falsch und aufhetzend“. OpenAI erkennt die Priorität der Arbeit von Alpöge und Buckmaster an, weist aber darauf hin, dass sich die Lösungen grundlegend unterscheiden.
Aktualisierungen
08.09.2026
18:06Buckmaster kündigte am Dienstag drei Beweise an, darunter eine vorläufige Erkenntnis zum Navier-Stokes-Problem.
Er nutzte die KI-Modelle Codex und Claude.
OpenAI-Forschungsleiter Sebastian Bubeck nannte die Vorwürfe „falsch und aufhetzend“.
OpenAI erkennt die Priorität der Arbeit von Alpöge und Buckmaster an, weist aber darauf hin, dass sich die Lösungen grundlegend unterscheiden.
Worin sie sich unterscheidenAngebliche Drohung und Einschüchterung durch OpenAI·Zeitpunkt und Umstände der OpenAI-Lösung·Möglicher Datenzugriff des OpenAI-Modells+1 weitere
Angebliche Drohung und Einschüchterung durch OpenAIOpenAI-Mitarbeiter Sébastien Bubeck forderte Buckmaster zweimal auf, Alpöge als Koautor zu streichen, weil dieser beim OpenAI-Konkurrenten Anthropic arbeitet; nach Buckmasters Ablehnung habe Bubeck gefragt, warum er seine Karriere ruinieren wolle.12- OpenAI soll Buckmaster angeboten haben, die Lösung zuerst zu veröffentlichen, wenn er Alpöge als Koautor streiche; auf seine Ablehnung habe man ihm mit Karriereschäden gedroht.3
- OpenAI habe versucht, die Anerkennung für die Arbeit zu beeinflussen, indem es anbot, eine Arbeit zu veröffentlichen, die die Lösung einem internen OpenAI-Modell zuschreibt, ohne Alpöge zu nennen.4
Zeitpunkt und Umstände der OpenAI-Lösung- OpenAI habe nach einem Gerücht über eine bevorstehende Veröffentlichung mit dem Prompting begonnen und eingeräumt, das eigene Modell habe das Problem mit einem nahezu identischen Ansatz gelöst.3
- OpenAI behauptet, ein internes Modell habe einen rund 100-seitigen Beweis für eine Variante der Gleichungen erstellt – auf demselben ungewöhnlichen Lösungsweg, den die beiden Mathematiker genutzt hatten.1
- OpenAI habe von den Fortschritten erfahren und daraufhin massiv Ressourcen in das Problem gesteckt; die Lösung sei erst nach wochenlanger Rechenarbeit entstanden, die laut Forschungsleiter Mark Chen mehrere Millionen Dollar kostete.4
- OpenAI erfuhr von den Fortschritten der beiden und startete kurz darauf ein eigenes Team mit enormem Rechenaufwand, um einen vollständigen Beweis zu erzielen.2
Möglicher Datenzugriff des OpenAI-Modells- Buckmaster vermutet, das Modell könnte über Nutzersitzungen in Codex von seiner Arbeit gelernt haben; OpenAI habe dies nicht beantwortet, aber gesagt, das Modell habe während der Lösung nicht in Nutzer-Chats geschaut.3
- Ihre Entwürfe hatten die Mathematiker zuvor in OpenAIs Codex hochgeladen; auf die Frage, ob das Modell auf diese Daten zugegriffen habe, verneinte OpenAI, auf die Frage nach einem Training darauf erhielt Buckmaster keine Antwort.1
- OpenAI könnte durch Codex-Interaktionen, auf denen das Unternehmen Modelle trainieren darf, Zugang zu den Daten gehabt haben.2
Reaktionen auf die VorwürfeOpenAI-Forschungsleiter Sebastian Bubeck bestritt die Vorwürfe; der Mathematiker Terence Tao äußerte sich zu den Arbeiten Buckmasters und Alpöges.31- OpenAI bestreitet die Vorwürfe und betont, die Lösungen unterschieden sich grundlegend.4
- OpenAI-Forschungsleiter Sebastian Bubeck nannte die Vorwürfe „falsch und aufhetzend“; OpenAI antwortete nicht auf Anfragen.2