Im Quellenvergleich
Worin die Quellen übereinstimmen
Microsoft hat neue Sicherheitsfunktionen für Unternehmen vorgestellt, um Gefahren durch KI-Agenten zu begegnen. Kernstück ist „Guardian Agents“, Teil des im Juni eingeführten Produkts Project Perception. Microsoft geht davon aus, dass KI-Agenten wie Insider-Risiken behandelt werden müssen: Sie erhalten eigene Identitäten und Rechte, die bei steigendem Risiko schrumpfen. Die Funktion zur Erkennung interner Risiken in Microsoft Purview gilt seit dem Sommer für Agenten. Eine Defender-Funktion erkennt bis zu 60 Agenten-Typen unter Windows, darunter Claude Code und GitHub Copilot. Weitere Funktionen begrenzen Agenten-Zugriffe und verlangen bei riskanten Entscheidungen menschliche Freigabe. Im Höchstfall wird ein Agent isoliert oder gestoppt. Microsoft ist Gründungsmitglied von Nvidias Open Agent Safety Platform. Die Quellen berichten weitgehend übereinstimmend.
Worin sie sich unterscheidenWer die Sicherheitsfunktionen vorstellte und in welcher Form·Begründung, warum Frontier-Modelle nicht vertrauenswürdig sind·Umfang der Agenten-Erkennung auf Rechnern+5 weitere
Wer die Sicherheitsfunktionen vorstellte und in welcher Form- CEO Satya Nadella warnte in seinem privaten Blog, der Feind könne in den eigenen, bezahlten Agenten stecken, ähnlich einem unzuverlässigen Mitarbeiter.1
- Nadim Abdo, Vizepräsident für Identität und Netzwerkzugriff, kündigte die Überwachungswerkzeuge am 19. Oktober 2026 in einem Blogbeitrag an.2
Begründung, warum Frontier-Modelle nicht vertrauenswürdig sind- Sicherheitschefin Hayete Gallot schrieb, Frontier-Modelle seien unabhängig von ihrer Herkunft nicht vertrauenswürdig, weil sie auf Aufgabenerfüllung statt auf organisatorische Normen trainiert seien und oft Zugriff auf sensible Daten und Werkzeuge erhielten.1
- Unternehmen sollten den Anbietern von KI-Modellen nicht vertrauen, auch wenn diese Sicherheit zusichern, und eigene Systeme brauchen, die nicht von den KI-Labors kontrolliert werden.1
Umfang der Agenten-Erkennung auf Rechnern- Eine Funktion in Microsoft Defender erkennt bis zu 60 Agenten-Typen im Unternehmen, etwa Claude Code, Codex und OpenClaw.1
- Die Erkennung auf den Rechnern findet unter Windows 60 Agenten, darunter Claude Code und GitHub Copilot, und läuft unter macOS in der Vorschau für 51 Agenten.2
Risikobewertung und Zugriffssteuerung- Kernstück ist „Dynamic Agent Risk“, ein laufend neu berechnetes Risiko aus Signalen zu Identität, Daten, Geräten, Cloud, Netz und dem Verhalten des Agenten, aus dem ein gestufter Zugriff folgt.2
- Andere Agenten, die „Guardian Agents“, sollen untersuchen, warum ein Risiko stieg.2
Preise und Lizenzvoraussetzungen- Die Funktion zur Erkennung interner Risiken in Microsoft Purview setzt Microsoft 365 E7 oder Agent 365 voraus; E7 kostet in Frankreich 91,92 Euro netto pro Nutzer und Monat im Jahresabo, die Variante ohne Teams 84,51 Euro, Agent 365 allein 13 Euro netto pro Nutzer und Monat.2
Einschränkungen des Laufzeitschutzes- Der Laufzeitschutz gilt nur unter Windows und erfasst keine Agenten, die Zertifikate anheften oder HTTP/3 nutzen; die Erkennung erfasst nur eingebundene Rechner und nur beobachtete Aktivität.2
Status und Termin der Neuerungen- Für die Neuerungen vom 19. Oktober nennt Microsoft weder Status noch Termin; laut GeekWire sind sie in privater Vorschau.2
Eigeninteresse Microsofts- Das Vorgehen ist auch eigennützig, weil Microsoft eng mit OpenAI und Anthropic verbunden ist und Agenten-Sicherheitsprodukte selbst verkaufen will; die Logik sei dennoch stichhaltig, da Überwachungssoftware unabhängig von den Agenten-Anbietern sein solle.1