Im Quellenvergleich
Worin die Quellen übereinstimmen
Das australische Unternehmen Apate hat nach eigenen Angaben ein KI-System entwickelt, das Telefonbetrüger möglichst lange beschäftigen soll. Rund 350.000 KI-Bots nehmen Anrufe von Scammern an oder antworten auf dubiose Messenger-Nachrichten. Die Bots imitieren verschiedene Persönlichkeiten und Verhaltensmuster, geben den Betrügern immer wieder Hoffnung auf ein Opfer und sollen sie so zu mehr Zeitaufwand verleiten. Manche Gespräche dauern laut Apate über zwei Stunden. Die KI-Agenten infiltrieren auch Scam-Gruppen im Netz und trugen so mehr als 250.000 Informationen über betrügerische Aktivitäten und Verantwortliche zusammen, von Angaben zu Personen bis zu Bankkonten. Die Quellen berichten weitgehend übereinstimmend.
Worin sie sich unterscheidenWer die Plattform nutzt und unterstützt·Art der gesammelten Informationen·Reichweite der Bots im Verhältnis zum Gesamtaufkommen+3 weitere
Wer die Plattform nutzt und unterstützt- Die Plattform wird von Banken genutzt und von Telekommunikationsfirmen unterstützt.1
Art der gesammelten Informationen- Zu den in Echtzeit gesammelten Informationen zählen Betrugs-URLs, Konten von Geldwäschern und Bankdaten.1
Reichweite der Bots im Verhältnis zum Gesamtaufkommen- Bei weltweit rund 68 Milliarden Scam-Anrufen jährlich seien selbst 350.000 Bots nur ein Tropfen auf den heißen Stein.2
Wirkung der Bots- Die Bots können Betrüger nur aufhalten, nicht vollständig stoppen.2
- Jede Minute, die ein Scammer mit einem Bot verbringe, schütze potenziell hunderte oder tausende Menschen vor demselben Betrüger.2
Erkenntnisse aus der Honeypot-Forschung- Mark Vero von der ETH Zürich und Kollegen fanden in einer Studie, dass ein LLM-gestützter Honeypot angreifende KI-Agenten deutlich länger beschäftigt als ein vorhersehbarer Honeypot und seltener als echter Honeypot erkannt wird.1
Erfahrungen mit einer Demo-Version- In einer Demo-Version, in der Nutzer die Rolle des Betrügers spielen, zeigten die KI-Personas gesunde Skepsis, ließen aber genug Raum, um Betrüger weiter ködern zu lassen, was die Autoren als sehr frustrierend empfanden.1
- Auch nach sechs Minuten gelang es den Autoren nicht, die KI zum Investment in eine Krypto-Gelegenheit zu bewegen.1