Im Quellenvergleich
Worin die Quellen übereinstimmen
Bei Anthropics KI-Chatbot Claude waren kurzzeitig geteilte Chats in Suchmaschinen indexiert und damit öffentlich einsehbar. Nutzer auf Reddit entdeckten, dass eine einfache Google-Suche Tausende geteilte Gespräche anzeigte. Unter den öffentlichen Chats fanden sich private Krypto-Schlüssel und persönliche Daten. Anthropic reagierte schnell, die Google-Ergebnisse verschwanden. Nutzer können in den Privatsphäre-Einstellungen die öffentliche Zugänglichkeit ihrer Chats deaktivieren. Der Vorfall ähnelt einem früheren bei ChatGPT. Das Problem war kein Hackerangriff, sondern eine fehlende Anweisung an Suchmaschinen-Crawler, die Seiten nicht zu erfassen. Betroffen waren auch sogenannte Artifacts – KI-generierte Arbeitsergebnisse wie interaktive Anwendungen oder Dashboards. Die Chats enthielten unter anderem Gesundheitsdaten, interne Firmendokumente sowie Namen und Telefonnummern von Kindern. Anthropic erklärte, die Entscheidung zur Veröffentlichung liege beim Nutzer; das Unternehmen liefere keine Chat-Listen an Suchmaschinen. Google erklärte, es respektiere die Steuerungsmöglichkeiten der Seitenbetreiber. Ein ähnlicher Vorfall mit Claude-Chats wurde bereits im September 2025 gemeldet. Auf Bing und Brave Search blieben die Chats länger sichtbar als bei Google. Die Chats enthielten auch Krypto-Wallet-Schlüssel und anwaltliche Anfragen. Anthropic verbietet Webcrawlern per robots.txt-Datei den Zugriff auf geteilte Chats, aber den Seiten fehlte der zusätzliche noindex-HTML-Tag. Google-Sprecher Ned Adriance erklärte, die Verantwortung liege bei Anthropic. Bing zeigte zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch etwa 612 Ergebnisse für die Suche nach geteilten Claude-Chats. Die betroffenen Seiten enthielten weiterhin keinen noindex-Tag, sodass sie erneut in Suchergebnissen auftauchen könnten.
Aktualisierungen
27.07.2026
16:07Das Problem war kein Hackerangriff, sondern eine fehlende Anweisung an Suchmaschinen-Crawler, die Seiten nicht zu erfassen.
21:06Betroffen waren auch sogenannte Artifacts – KI-generierte Arbeitsergebnisse wie interaktive Anwendungen oder Dashboards.
Die Chats enthielten unter anderem Gesundheitsdaten, interne Firmendokumente sowie Namen und Telefonnummern von Kindern.
28.07.2026
09:06Anthropic erklärte, die Entscheidung zur Veröffentlichung liege beim Nutzer; das Unternehmen liefere keine Chat-Listen an Suchmaschinen.
Google erklärte, es respektiere die Steuerungsmöglichkeiten der Seitenbetreiber.
10:07Ein ähnlicher Vorfall mit Claude-Chats wurde bereits im September 2025 gemeldet.
Auf Bing und Brave Search blieben die Chats länger sichtbar als bei Google.
29.07.2026
00:07Die Chats enthielten auch Krypto-Wallet-Schlüssel und anwaltliche Anfragen.
Anthropic verbietet Webcrawlern per robots.txt-Datei den Zugriff auf geteilte Chats, aber den Seiten fehlte der zusätzliche noindex-HTML-Tag.
Google-Sprecher Ned Adriance erklärte, die Verantwortung liege bei Anthropic.
Bing zeigte zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch etwa 612 Ergebnisse für die Suche nach geteilten Claude-Chats.
Die betroffenen Seiten enthielten weiterhin keinen noindex-Tag, sodass sie erneut in Suchergebnissen auftauchen könnten.
Worin sie sich unterscheidenBetroffene Inhalte·Suchanfragen zur Aufdeckung·Sichtbarkeit in anderen Suchmaschinen+4 weitere
Betroffene InhalteDie Chats enthielten vertrauliche Firmendokumente, medizinische Berichte mit Patientendaten und persönliche Informationen von Kindern.12- Betroffen waren unter anderem eine KI-Therapie-App, Besprechungsnotizen und ein Dashboard zur Analyse von Abrechnungsdaten.3
- Die Chats enthielten politische Ratschläge und erotische Rollenspiele.4
- Die Chats enthielten Krypto-Schlüssel, Sozialversicherungsnummern und eine Anfrage eines Anwalts.5
Suchanfragen zur Aufdeckung- Eine spezielle Suchanfrage (Google Dork) deckte die Chats auf; diese Suchanfrage scheint inzwischen unterbunden.3
- Eine weitere Suchanfrage für Claudes 'Artifacts'-Funktion funktioniert noch.3
Sichtbarkeit in anderen Suchmaschinen- Laut Reddit-Nutzern fanden andere Suchmaschinen die Chats zunächst noch, was sich zum Zeitpunkt der Meldung nicht bestätigen ließ.5
Reaktion von AnthropicAnthropic reagierte schnell, die Google-Ergebnisse verschwanden.62- Anthropic äußerte sich auf Anfrage nicht.3
- Anthropic hat die Sichtbarkeit einiger Seiten inzwischen eingeschränkt.7
- Bis Montagnachmittag war das Problem offenbar behoben.1
- Das Problem wurde inzwischen behoben, doch viele alte Links sind weiterhin aktiv.8
Vergleich mit früherem Vorfall bei ChatGPT- OpenAI hatte im vergangenen Jahr denselben Fehler gemacht.6
- Der Vorfall ähnelt einem früheren bei ChatGPT, bei dem fast 100.000 Unterhaltungen durchsuchbar waren.3
- Ähnliche Vorfälle gab es bereits 2025 bei Claude sowie bei ChatGPT und Grok.8
- Ähnliche Vorfälle gab es bereits bei Anthropic, ChatGPT und DeepSeek.2
- Wie bei ChatGPT im August des Vorjahres erstellen Nutzer über eine Teilen-Funktion öffentliche Links.5
Ursache und Verantwortung- Anthropic gab an, dass die Links nur in Suchergebnissen auftauchen, wenn sie öffentlich, etwa in Foren, geteilt wurden.1
- Google-Sprecher Ross Richendrfer erklärte, dass Dokumente auffindbar seien, weil die Links irgendwo im Internet geteilt wurden.9
- Jacob Hoffman-Andrews von der Electronic Frontier Foundation kritisiert, dass weder Google noch Anthropic Nutzer beim Erstellen von Links warnen.9
Bewertung der Nutzerwahrnehmung- Der Streitpunkt ist, ob Nutzer verstanden, dass 'für jeden mit dem Link' auch die Auffindbarkeit über Suchmaschinen bedeutet.7
- Die Warnung 'Anyone with the link can view' deutet auf eine beabsichtigte Weitergabe an einen kleinen Kreis hin.1
- Anthropic sagt nicht explizit, dass Suchmaschinen diese Links indexieren können. Bei den Artefakten wird davor gewarnt.2
- Eine Option 'Make this chat discoverable' wurde offenbar oft missverstanden.5
Früher genannt, aktuell nicht mehr getragen (1)
Ursache der Indexierung- Die Funktion „Mit Link teilen“ war nicht durch einen noindex-Tag geschützt, der Suchmaschinen von der Aufnahme ausschließt.6
— von den aktuellen Quellen nicht mehr getragen (zuerst 27.07.2026)