Im Quellenvergleich
Worin die Quellen übereinstimmen
Anthropic ließ eine Forschungsversion ihres Modells Claude an der Riemannschen Vermutung arbeiten, einer berühmten ungelösten Mathematik-Aufgabe. Das Modell scheiterte an der Vermutung selbst, verbesserte aber als Nebenprodukt eine bekannte untere Grenze für den Anteil der Nullstellen der Riemannschen Zeta-Funktion, die die Vermutung erfüllen. Laut Anthropic stieg diese Grenze von 41,6 % auf 67,2 %. Claude kombinierte dafür bestehende menschliche Arbeiten, etwa von Goldston und Bombieri, auf neue Weise. Zwei interne und zwei externe Experten prüften das Ergebnis. Anthropic erwartet nicht, dass die Techniken die Riemannsche Vermutung beweisen, sieht das Ergebnis aber als Beispiel für den Fortschritt der Mathematikfähigkeiten von KI-Modellen. Die Quellen berichten weitgehend übereinstimmend. Ein Anthropic-Mitarbeiter ohne nennenswerte mathematische Ausbildung gab dem Modell den Auftrag. Claude testete zunächst 650 erfolglose Ideen und koordinierte danach etwa 60 Subagenten, die tausende numerische Prüfungen durchführten. Das Ergebnis wurde mit dem Open-Source-Beweisassistenten Lean formalisiert. Die Riemannsche Vermutung gilt seit über 150 Jahren als eines der größten ungelösten Probleme der Mathematik und betrifft die Verteilung der Primzahlen. Für einen allgemeinen Beweis ist ein Preisgeld von einer Million Dollar ausgesetzt. Der Prozess kostete laut Anthropic insgesamt 31 Millionen – die Einheit wird in den Quellen nicht genannt. Die zwei Sitzungen verbrauchten 31 Millionen Ausgabe-Tokens. Die Vermutung wurde 1859 aufgestellt. Claude arbeitete etwa anderthalb Tage an dem Problem. Die ersten 650 Ideen des Modells schlugen fehl; erst nach einer Ermutigung durch einen Mitarbeiter koordinierte Claude die Subagenten. Zwei Subagenten entwickelten die entscheidenden mathematischen Ideen.
Aktualisierungen
11.08.2026
17:06Ein Anthropic-Mitarbeiter ohne nennenswerte mathematische Ausbildung gab dem Modell den Auftrag.
Claude testete zunächst 650 erfolglose Ideen und koordinierte danach etwa 60 Subagenten, die tausende numerische Prüfungen durchführten.
Das Ergebnis wurde mit dem Open-Source-Beweisassistenten Lean formalisiert.
12.08.2026
19:08Die Riemannsche Vermutung gilt seit über 150 Jahren als eines der größten ungelösten Probleme der Mathematik und betrifft die Verteilung der Primzahlen.
Für einen allgemeinen Beweis ist ein Preisgeld von einer Million Dollar ausgesetzt.
Der Prozess kostete laut Anthropic insgesamt 31 Millionen – die Einheit wird in den Quellen nicht genannt.
Die zwei Sitzungen verbrauchten 31 Millionen Ausgabe-Tokens.
13.08.2026
00:07Die Vermutung wurde 1859 aufgestellt.
Claude arbeitete etwa anderthalb Tage an dem Problem.
Die ersten 650 Ideen des Modells schlugen fehl; erst nach einer Ermutigung durch einen Mitarbeiter koordinierte Claude die Subagenten.
Zwei Subagenten entwickelten die entscheidenden mathematischen Ideen.
Worin sie sich unterscheidenArt der Prüfung und Verifikation·Rolle des Menschen während der Arbeit·Vorschlag zur Einbindung menschlicher Experten+3 weitere
Art der Prüfung und VerifikationDie Prüfung erfolgte durch zwei interne und zwei externe Mathematiker, zusätzlich wurde eine formale Verifikation in der Sprache Lean durchgeführt.- Die formale Verifikation in Lean läuft noch und ist nicht abgeschlossen.1
- Die Arbeit ist noch nicht unabhängig begutachtet.1
Rolle des Menschen während der Arbeit- Der Mensch schickte nur aufmunternde Nachrichten wie „glaub an dich“, was laut Anthropic half.1
- Der Mitarbeiter ermutigte das Modell mit den Worten „Gib nicht auf“ und „Glaube an dich“, woraufhin Claude die Aufgabe selbstständig koordinierte.2
- Der Mitarbeiter forderte das Modell auf, einen Beweisversuch zu unternehmen; das Modell koordinierte die Aufgabe anschließend selbstständig über eineinhalb Tage.3
Vorschlag zur Einbindung menschlicher Experten- Claude schlug vor, einen menschlichen Mathematiker hinzuzuziehen.1
Kosten des Prozesses- Der Prozess kostete insgesamt 31 Millionen – die Einheit wird im Artikel nicht genannt.3
Reaktionen in der Mathematik-Community- Eine Gruppe prominenter Mathematiker äußerte in einer Erklärung Bedenken, KI könnte den Standard untergraben, dass Beweise bestimmten Autoren zuzuschreiben sind.3
- Der Fields-Medaille-Träger Timothy Gowers hält dagegen, dass Mathematik ohne Namenszuordnung nicht problematischer wäre als unbenannte Sterne.3
Einordnung der Nachrichtenlage- Die Nachrichtenlage übertreibt; Fortschritte in dieser Frage wurden seit Jahrzehnten nur in Hundertstelprozenten gemessen.1
- Das Muster ist: Die KI entwickelt keine völlig neuen Theorien, entdeckt aber Verbindungen in der Fachliteratur, die Menschen übersehen.4