Im Quellenvergleich
Worin die Quellen übereinstimmen
Anthropic hat zwei Experimente veröffentlicht, in denen Claude-Modelle Aufgaben der frühen Medikamentenentwicklung übernahmen. Im ersten Experiment entwarfen die Modelle Mythos Preview und Opus 4.8 kleine Proteine (Binder), die an Zielproteine andocken. Die Trefferquote lag laut Anthropic über dem branchenüblichen Wert von 10 bis 15 Prozent. Im zweiten Experiment interpretierte das Modell Claude Opus 5 Messdaten (NMR und LC-MS) zur Identität und Reinheit chemischer Verbindungen in 23 beziehungsweise 19 Minuten. Die Quellen berichten weitgehend übereinstimmend. Von 1.320 im Labor getesteten Entwürfen banden 354 an ihr Ziel, eine Trefferquote von 26,8 Prozent. Zwei externe Labore synthetisierten und testeten die Moleküle. Beim Zielprotein RBX1 banden 28 von 90 Entwürfen, in einem offenen Wettbewerb hatten dort nur 9 von 245 Kandidaten gebunden. Gegen zwei Ziele gab es klare Grenzen: gegen BBF-14 nur drei schwach bindende Entwürfe, gegen MBP keiner von 90. Die Autoren räumen ein, keinen direkten Vergleich mit menschlichen Experten durchgeführt zu haben. Claude arbeitete bis zu zwei Tage ohne menschlichen Eingriff, installierte selbst Software und kombinierte zehn verschiedene Struktur-Generatoren zu 24 Schemata. Die Kosten pro Kampagne betrugen 10.000 bis 50.000 US-Dollar. Die Reinheit der Verbindungen gab das Labor mit 96,4 Prozent an, Claude mit 96,33 Prozent.
Aktualisierungen
19.08.2026
15:08Von 1.320 im Labor getesteten Entwürfen banden 354 an ihr Ziel, eine Trefferquote von 26,8 Prozent.
Zwei externe Labore synthetisierten und testeten die Moleküle.
Beim Zielprotein RBX1 banden 28 von 90 Entwürfen, in einem offenen Wettbewerb hatten dort nur 9 von 245 Kandidaten gebunden.
Gegen zwei Ziele gab es klare Grenzen: gegen BBF-14 nur drei schwach bindende Entwürfe, gegen MBP keiner von 90.
Die Autoren räumen ein, keinen direkten Vergleich mit menschlichen Experten durchgeführt zu haben.
16:09Claude arbeitete bis zu zwei Tage ohne menschlichen Eingriff, installierte selbst Software und kombinierte zehn verschiedene Struktur-Generatoren zu 24 Schemata.
Die Kosten pro Kampagne betrugen 10.000 bis 50.000 US-Dollar.
Die Reinheit der Verbindungen gab das Labor mit 96,4 Prozent an, Claude mit 96,33 Prozent.
Worin sie sich unterscheidenTrefferquote der Protein-Designs·Stärke der besten Protein-Designs·Externe Prüfung der Designs+5 weitere
Trefferquote der Protein-Designs- Die Trefferquote lag je nach Aufbau zwischen 22 und 35 Prozent.1
- Die Erfolgsquote lag zwischen 22,6 und 35,1 Prozent.2
Stärke der besten Protein-Designs- Einige der stärksten Designs banden mehrere Male fester als das beste zuvor veröffentlichte Ergebnis.1
- Claudes bestes Design band mit 3,9 nM, der Siegerentwurf des Wettbewerbs mit 45 nM.3
Externe Prüfung der Designs- Die externen Prüfer Adaptyv Bio und Twist Bioscience testeten die Designs im Labor.1
- Eine unabhängige Prüfung steht aus.3
Grenzen der Designs- Gegen BBF-14 gab es nur drei schwach bindende Entwürfe, gegen MBP keiner von 90.3
- Die Bewertungsmodelle sagten die Fehlschläge auf zwei Zielproteinen nicht voraus.4
Methodische Einschränkungen- Es gab keine Kontrollkampagne menschlicher Experten, und gemessen wurde nur, ob die Entwürfe binden, nicht ihre biologische Wirkung.3
- Claudes Rangfolge ähnelte stark der automatischen Bewertung.4
Kosten der Kampagnen- Das Rechenbudget lag bei 50.000 US-Dollar pro Multi-Target-Kampagne und 10.000 US-Dollar pro Einzelziel.3
- Die Kosten pro Kampagne betragen 10.000 bis 50.000 Dollar.4
Autonomie des Agenten- Menschen wählten die Ziele und interpretierten die Messdaten, griffen aber nicht in Designentscheidungen ein.3
- Claude analysierte wissenschaftliche Literatur, generierte Kandidaten, optimierte sie und wählte aus, welche im Labor synthetisiert werden sollten.2
Zielsetzung der Experimente- Das Ziel war nicht ein fertiges Medikament, sondern Protein-Binder – Proteine, die sich präzise an andere Proteine heften.2
- Die Beschleunigung dieser Phasen ist nur ein Teil der Bemühungen, die Medikamentenentwicklung insgesamt zu beschleunigen.1