Im Quellenvergleich
Worin die Quellen übereinstimmen
Das KI-Unternehmen Anthropic, Entwickler des Chatbots Claude, hat vertraulich einen Entwurf des Börsenzulassungsantrags (Form S-1) bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Die Anzahl der Aktien und der Preis stehen noch nicht fest. Der tatsächliche Börsengang hängt von den Marktbedingungen und dem Abschluss der SEC-Prüfung ab. Die Ankündigung erfolgte nach einer Finanzierungsrunde über 65 Milliarden Dollar, die die Bewertung auf knapp eine Billion Dollar trieb. Die Quellen berichten weitgehend übereinstimmend über den Vorgang, weichen jedoch in Details zu Bewertungen, Umsatz, Profitabilität, Wettbewerb und weiteren Aspekten ab.
Worin sie sich unterscheiden
Bewertung von Anthropic- Die Bewertung liegt bei 965 Milliarden Dollar.1
- Die Bewertung liegt bei knapp einer Billion Dollar.2
- Die Bewertung liegt bei knapp 900 Milliarden Dollar.3
Jahresumsatz- Der Jahresumsatz beträgt 47 Milliarden Dollar.4
- Der annualisierte Umsatz des KI-Modells Claude überstieg im Mai 470 Milliarden Dollar.5
- Der annualisierte Umsatz stieg von rund 9 Milliarden Dollar Ende 2025 auf über 47 Milliarden Dollar im Mai.6
Profitabilität- Das Unternehmen schreibt Verluste.4
- Anthropic erwartet im Juni den ersten profitablen Monat.1
Bewertung von OpenAI- OpenAI wird mit 730 Milliarden Dollar bewertet.3
- OpenAI wird mit 852 Milliarden Dollar bewertet.7
Bewertung von SpaceX- SpaceX strebt eine Bewertung von rund 1,75 Billionen Dollar an.7
- SpaceX strebt eine Bewertung von zwei Billionen Dollar an.2
Beziehung zum US-Verteidigungsministerium- Das US-Verteidigungsministerium hat Anthropic wegen ethischer Bedenken von Regierungsaufträgen ausgeschlossen. Das Unternehmen klagt dagegen.4
- Anthropic weigerte sich, die KI für Massenüberwachung oder autonome Waffen freizugeben. Das Pentagon schloss daraufhin einen KI-Deal mit OpenAI. Danach nahmen Anthropic und die US-Regierung wieder Gespräche auf.3
KI-Modell Mythos- Im April stellte Anthropic das KI-Modell Mythos vor, das Sicherheitslücken behebt. Laut Unternehmen sei es zu gefährlich für die Öffentlichkeit. Es steht nur IT-Sicherheitsfirmen zur Verfügung.3
Zeitpunkt des Börsengangs- US-Medien zufolge könnte der Börsengang im Herbst stattfinden.3
Grund für den Börsengang- Grund seien die hohen Kosten für Training und Betrieb der KI-Modelle. Der öffentliche Markt sei gut geeignet, um Kapital zu beschaffen.6
Geschäftsmodell und Wettbewerb- Anders als Konkurrenten baut Anthropic keine eigenen Rechenzentren, um sich nicht zu übernehmen. Erst kürzlich schloss das Unternehmen einen Deal mit xAI über Rechenkapazitäten für 1,25 Milliarden Dollar pro Monat.2
- Grund für den Aufstieg ist das starke Umsatzwachstum, vor allem durch das Programmierwerkzeug Claude Code, das bei Geschäftskunden beliebter ist als OpenAIs Konkurrenzprodukt Codex.1
Papst und ethische Debatte- In einer Enzyklika warnte Papst Leo vor der Machtkultur hinter der KI-Entwicklung und forderte strenge ethische Grenzen. Neben dem Papst saß Anthropic-Mitgründer Chris Olah. Kritiker werfen dem Unternehmen Vatican-washing vor, während es Technologie entwickle, die Arbeitsplätze ersetze. Befürworter loben den Papst für seine Kritik am rasanten KI-Tempo.1
Früher genannt, aktuell nicht mehr getragen (1)
Finanzierungsrunde im Mai- Zu den Investoren zählen Altimeter Capital und Sequoia Capital.2
- Die Finanzierungsrunde wurde von Altimeter Capital angeführt, mit Beteiligung von Amazon und Samsung.5
- Amazon investiert 25 Milliarden, Google bis zu 40 Milliarden.3
— von den aktuellen Quellen nicht mehr getragen (zuerst 22.06.2026)