Im Quellenvergleich
Worin die Quellen übereinstimmen
Anthropic hat einen Bericht zur Bedrohungslage veröffentlicht. Darin beschreibt das Unternehmen Versuche, seine KI-Modelle für den Bau von Raketen und Bomben, die Entwicklung tödlicher Erreger und die Überwachung von Regimekritikern zu nutzen. Der Bericht nennt fünf Fallstudien, in denen Wissenschaftler die Modelle für biologische Forschung nutzten und dabei Schutzmechanismen umgingen. Die Konten wurden gesperrt. Namen der Institute und Länder nannte das Unternehmen nicht. Weitere Beispiele betreffen Cyberoperationen, Überwachungsprogramme, Propagandakampagnen sowie die Entwicklung von Software für konventionelle Waffen. Der Bericht erscheint zwei Tage, nachdem der Anthropic-Mitarbeiter Jacob Coxon mit seinem Rücktritt eine Medienwelle auslöste. Coxon begründete ihn damit, dass das Unternehmen bei der Entwicklung seiner Technologie nicht verantwortungsvoll handle. Aktuelle Anthropic-Mitarbeiter veröffentlichten öffentlich Zustimmung. Viele KI-Experten halten die realen Bedrohungen der nächsten drei Jahre für besorgniserregender als einen durch eine allmächtige Intelligenz ausgelösten Weltuntergang. Anthropic zufolge bleibt realer Missbrauch meist unsichtbar und wird intern sowie von Forschern, Regierungen und internationalen Organisationen untersucht. Die gesamte Branche müsse mit Regierungen zusammenarbeiten, um Schäden zu begegnen und Abwehrmaßnahmen zu schaffen. Je fähiger die Modelle würden, desto größer die Risiken – es sei denn, Entwickler und Verteidiger handelten. Der Bericht trägt den Titel „Detecting and countering misuse of AI“ und umfasst mehr als 150 Seiten. Er deckt die vergangenen acht Monate ab und behandelt die Bereiche Cyberoperationen, Einflussnahme, Überwachung, Betrug, biologischer Missbrauch, Entwicklung konventioneller Waffen und Destillation. Betroffen waren Modelle der Familien Haiku, Sonnet und Opus. Anthropic zufolge handelt es sich nicht um typischen Missbrauch, sondern um neuartige schädliche Aktivitäten staatsnaher Gruppen, Krimineller, Spyware-Anbieter, Propaganda-Institutionen und politisch motivierter Einzelpersonen. Bei den Destillationskampagnen versuchten chinesische Firmen, die Gedankenkette von Claude aus dessen Antworten zu extrahieren, um damit kleinere Modelle zu trainieren. Die Angreifer tarnten Abfragen, etwa als Übersetzungsauftrag, um das Modell zur Offenlegung zu bringen. Die Quellen berichten weitgehend übereinstimmend.
Aktualisierungen
11.09.2026
06:07Der Bericht trägt den Titel „Detecting and countering misuse of AI“ und umfasst mehr als 150 Seiten.
Der Bericht deckt die vergangenen acht Monate ab und behandelt die Bereiche Cyberoperationen, Einflussnahme, Überwachung, Betrug, biologischer Missbrauch, Entwicklung konventioneller Waffen und Destillation.
Betroffen waren Modelle der Familien Haiku, Sonnet und Opus.
Anthropic zufolge handelt es sich nicht um typischen Missbrauch, sondern um neuartige schädliche Aktivitäten staatsnaher Gruppen, Krimineller, Spyware-Anbieter, Propaganda-Institutionen und politisch motivierter Einzelpersonen.
10:09Bei den Destillationskampagnen versuchten chinesische Firmen, die Gedankenkette von Claude aus dessen Antworten zu extrahieren, um damit kleinere Modelle zu trainieren.
Die Angreifer tarnten Abfragen, etwa als Übersetzungsauftrag, um das Modell zur Offenlegung zu bringen.
Früher genannt, aktuell nicht mehr getragen (10)
Umfang des Berichts- Der Bericht umfasst 154 Seiten.1
- Der Bericht ist über 150 Seiten lang.2
— von den aktuellen Quellen nicht mehr getragen (zuerst 11.09.2026) Konkrete Fälle biologischen Missbrauchs- Ein Wissenschaftler nutzte Claude für einen staatlich geförderten Förderantrag zur Erforschung des Chikungunya-Virus, wobei die Studie an einem militärischen Forschungsinstitut stattfinden sollte.1
- Es gab den Versuch, mit Claude einen Förderantrag für Gain-of-function-Forschung an einem Virus zu stellen, die an einer militärischen Einrichtung erfolgen sollte.2
- In einem anderen Fall liefen tausende Nachrichten zur Forschung an einem hochansteckenden Grippevirus über eine VPN-Verbindung und eine anonyme E-Mail-Adresse.2
— von den aktuellen Quellen nicht mehr getragen (zuerst 11.09.2026) Akteure bei der Entwicklung konventioneller Waffen- Akteure aus dem Norden des Jemen wollten Raketen weiterentwickeln und teilten ihre Anfragen auf; die meisten wurden blockiert, aber nicht alle.2
- Aus China gab es Versuche, Anti-Torpedo-Waffen zu verbessern.2
- Mutmaßlich freiberufliche Akteure aus Russland wollten einen autonom gesteuerten Kamikaze-Drohnenschwarm entwickeln.2
— von den aktuellen Quellen nicht mehr getragen (zuerst 11.09.2026) Destillation durch chinesische Rivalen- Anthropic beobachtete insgesamt fast 200 Millionen Austauschvorgänge, verteilt auf fünf Kampagnen.3
- Die größte Kampagne schreibt das Unternehmen Alibaba zu: 151 Millionen Austauschvorgänge zwischen Mai und Juli 2026, mit bis zu fast drei Millionen pro Tag, verteilt auf 3.500 Konten.3
- Eine weitere Kampagne von Moonshot AI, Hersteller von Kimi, schien Anfragen direkt vom chinesischen Militär weiterzuleiten.3
- Eine Anfrage verlangte, Überwachungsvideos daraufhin zu prüfen, ob die Person sich ungewöhnlich verhält.3
- In zehn Tagen liefen fast 300.000 Anfragen über 5.000 Konten, vor allem gegen das Opus-Modell.3
- Aufnahmen von Überwachungskameras wurden über das Modell Kimi von Moonshot an Anthropic weitergeleitet; zwischen Mai und Juli wurden so mehr als 23 Millionen Interaktionen beobachtet.2
- Bei Deepseek nennt Anthropic rund 12 Millionen Interaktionen in 14 Tagen.2
- Sieben chinesische KI-Labore sammelten Daten über die Funktionsweise von Claude, indem sie das Modell destillierten.4
- Moonshot und DeepSeek schickten die Fragen ihrer eigenen Nutzer an Claude, ohne es zu sagen.4
- Moonshot nutzte zwischengeschaltete Dienste außerhalb Chinas, sogenannte Transfer Stations, um die geografischen Beschränkungen von Claude zu umgehen.4
- Moonshot tat dies zwischen Mai und Juli mehr als 23 Millionen Mal, DeepSeek 12,1 Millionen Mal in nur zwei Wochen.4
- Anthropic behauptet, Alibaba habe sogar Claudes Schlussfolgerungen für das Training von Qwen gewinnen wollen.4
- Das belegt aber nicht, dass die chinesischen Modelle Klone von Claude sind; Experten argumentieren, Destillation allein erkläre deren schnelle Fortschritte nicht.4
— von den aktuellen Quellen nicht mehr getragen (zuerst 11.09.2026) Überwachungsprogramme- Ein Überwachungsprogramm richtete sich gegen Uiguren in Syrien, ein weiteres gegen interne Dissidenten.1
— von den aktuellen Quellen nicht mehr getragen (zuerst 11.09.2026) Propagandakampagnen- Propagandakampagnen liefen in Russland, Malaysia, Iran und Bangladesch.1
— von den aktuellen Quellen nicht mehr getragen (zuerst 11.09.2026) Cyberoperationen- Zu den Cyberoperationen zählen russische Spionage und Smash-and-Grab-Hacks.1
— von den aktuellen Quellen nicht mehr getragen (zuerst 11.09.2026) Einordnung durch KI-Expertin- Heidy Khlaaf vom AI Now Institute sagte, KI-Beschleunigung und KI-Untergangsdenken seien zwei Seiten derselben Medaille; beide setzten voraus, dass eine AGI-Superintelligenz entstehe.1
- Gefährlicher könne KI sein, die sich für Cyberangriffe und Kriegswaffen nutzen lasse.1
— von den aktuellen Quellen nicht mehr getragen (zuerst 11.09.2026) Aussage von Jacob Coxon- Coxon sagte, Anthropic und der Rivale OpenAI rasten geradewegs auf eine selbstverbessernde Superintelligenz zu, die bis 2030 die Auslöschung der Menschheit verursachen werde.1
— von den aktuellen Quellen nicht mehr getragen (zuerst 11.09.2026) Überwachung der Nutzung durch Anthropic- Das Safeguards-Team entwickelt Erkennungssysteme und sperrte allein in der ersten Hälfte 2026 11,4 Millionen Konten.4
- Im März führte Anthropic stillschweigend Mechanismen ein, die etwa chinesische Zeitzonen, Proxys oder mit chinesischen KI-Firmen verbundene Domains prüften, und zog sie nach Entdeckung durch einen Forscher wieder zurück.4
- Der Autor sieht ein Dilemma: Claude werde von einem Chatbot zu einem Mittel, mit dem Anthropic die Konversation kontrolliere und über ihre Legitimität entscheide.4
— von den aktuellen Quellen nicht mehr getragen (zuerst 11.09.2026)